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Mathematisches Institut

Lehrstuhl für Angewandte Mathematik Prof. Dr. L. Grüne / Prof. Dr. A. Schiela

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Programm des Workshops

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Programm des Workshops (Stand 25. Februar 2026)

Alle Vorträge finden im Seminarraum S 82 im Gebäude NW II am Uni-Campus statt.
In den Pausen zwischen den Vorträgen werden die Diskussionspunkte für den Nachmittag gesammelt.

Dienstag
17 März 2026
9:00 - 9:10 Begrüßung
9:10 - 9:55 Claudia Konnopka (Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung, UKE Hamburg)
"Auswirkungen von Extremtemperaturen auf die Bevölkerungsgesundheit in Deutschland: Aktuelle Ergebnisse aus den Forschungsprojekten FFM-Klima und HeWeCon"  (Abstract)
10:05 - 10:50 Susanne Breitner-Busch (Institute of Epidemiology, Helmholtz Munich)
Titel wird noch bekannt gegeben
11:00 - 11:30 Kaffeepause
11:30 - 11:45 Sandra Hischke (FG Gesundheitsgeographie, UKE Hamburg)
"Development and validation of a spatial heat-related health vulnerability index"
11:50 - 12:05 Verena Schmidbauer (IMG, U Bayreuth)
"Herausforderungen der Daten für die gesundheitsökonomische Evaluation"
12:10 - 12:25 Benjamin Jonas (Zentralinstitut Kassenärztliche Versorgung)
"Analyse vertragsärztlicher Abrechnungsdaten: Möglichkeiten und Grenzen"
12:30 - 13:30 Mittagessen - Mensa
13:30 - 13:45 Lars Grüne and Aditi Jain (Angewandte Mathematik, U Bayreuth)
"On the search for heat-induced growth patterns"
13:50 - 14:05 Angela Ernst (Universitätsklinikum, TU München)
Titel wird noch bekannt gegeben
14:10 - 14:40 Kaffeepause
14:40 - 16:30 Diskussionsrunde
Die Themen für die Diskussionsrunde werden in den Pausen zwischen den Vorträgen gesammelt.  




Abstracts:

Claudia Konnopka (Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung, UKE Hamburg)
Auswirkungen von Extremtemperaturen auf die Bevölkerungsgesundheit in Deutschland: Aktuelle Ergebnisse aus den Forschungsprojekten FFM-Klima und HeWeCon

Der Klimawandel beeinflusst die Häufigkeit und Intensität extremer Hitze- und Kälteereignisse, die sich beide schwerwiegend auf die Bevölkerungsgesundheit auswirken können und sich in Zukunft weiter verstärken werden. Es ist daher wichtig, die Effekte auf die Gesundheitsversorgung ebenso wie die gesundheitsökonomischen Folgen besser zu verstehen. Diese Auswirkungen sind Gegenstand zweier Forschungsprojekte, die vorgestellt werden. 
In beiden Projekten werden Routinedaten für die Gesundheitsdaten genutzt: Die DRG-Statistik des Statistischen Bundesamtes umfasst eine Vollerhebung aller somatischen Krankenhausbehandlungen in Deutschland. Das Wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen stellt Krankenkassendaten aller AOK-versicherten Personen in Deutschland zur Verfügung und deckt ca. ein Drittel der Bevölkerung ab. Diese Datensätze wurden jeweils mit weiteren Datensätzen zu u.a. Wetter, Luftverschmutzung und regionalen Informationen zusammengeführt, um Zusammenhänge zwischen diesen Variablen und gesundheitlichen Outcomes wie Morbidität und Mortalität sowie gesundheitsökonomischen Outcomes wie Arbeitsunfähigkeit und Versorgungskosten untersuchen zu können. 
In den Analysen fokussieren wir uns auf die Identifikation von gesundheitsbeeinträchtigenden Wetterlagen, regionalen Risiko- und Resilienzfaktoren sowie individuellen Risikofaktoren vulnerabler Personen wie Vorerkrankungen oder weiteren Gesundheitszuständen. Darauf aufbauend wird ein Risikoprädiktionstool entwickelt, um das Risiko vulnerabler Personen bei den identifizierten Wetterbedingungen einschätzen und bewerten zu können und so zur Prävention zu motivieren.
Die Erkenntnisse der Forschungsprojekte verdeutlichen die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, drängen auf größere Anstrengungen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Temperaturextreme und unterstreichen die gesundheitlichen sowie insbesondere die gesundheitsökonomischen Auswirkungen des Klimawandels für das ohnehin schon stark beanspruchte Gesundheitssystem. 
Die Nachwuchsgruppe HeWeCon (Health Effects of Weather Conditions) wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert; Link zur Projekthomepage.


responsible for the content: Lars Grüne

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